Home

Mediation – Konfliktberatung – Supervision – Ausbildung

Grundkurs Mediation (120h)
Aufbaukurs Mediation (90h)

LEHRGANG MIT PRAXISGARANTIE
Das Waage Institut bietet den Lehrgang in Kooperation mit der Waage Hannover, dem Steinberg Institut für Mediation und Konfliktmanagement (SIMK) und der Hochschule Hannover, Zentrum für Weiterbildung und Technologietransfer (ZWT), sowie dem Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V. (VNB) an.  Die Ausbildung entspricht den Standards des Bundesverbandes Mediation (BM) und des Bundesverbandes Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt (BMWA) und beinhaltet Hospitationen bei erfahrenen Mediator/-innen. Der Lehrgang ist berufsgruppenübergreifend und interdisziplinär
angelegt, basiert auf der Erfahrung mehrerer Tausend Praxisfälle der Ausbilder.
Informationen erhalten Sie auf Anfrage per eMail unter: lutz.netzig@waage-hannover.de

Kooperation mit dem European Forum for Restorative Justice, Belgien

Seit 2005 organisiert das Waage Institut in Kooperation mit dem European Forum for Restorative Justice Summerschools für Ausbilder in Mediation und RJ in Europa. Weitere Informationen unter: Summer Schools

Im Jahr 2011 fand die 4. Summer School in der Grafschaft Kent statt. Eine besondere Ehre war der Besuch Ihrer Königlichen Hoheit, der Schutzpatronin für Restorative Justice in Groß Britannien, Prinzessin Anne. HRH Visit
Die 6. Summer School fand 2015 in Lissabon, Portugal zum Thema  “The Victims’ Directive – Challenges and Opportunities for RJ“ statt. Lisbon Summer School

Portugal

Das Waage-Institut hat in Lissabon und Porto Mediatoren ausgebildet. Auftraggeber waren APAV (Apoio a Vitima) und das European Forum for Restorative Justice. Nähere Informationen unter Projekte

[Keine Beschreibung eingegeben] ausbilder

Das Waage-Institut bietet: Mediation, Konfliktberatung, Supervision; Mediationsausbildungen, Seminare für Rhetorik, Kommunikation und Konfliktmanagement; Schulmediation, Konfliktlotsenausbildungen; Projektbegleitung und Forschung

Beratung und Begleitung

Das WAAGE-INSTITUT bietet Ihnen verschiedene Beratungsformen:

  • Konfliktberatung bei akutem Klärungsbedarf
  • Mediationsprozesse in verschiedenen Arbeits- und Lebensbereichen
  • Coaching als personenbezogene Einzelberatung und
  • Supervision als arbeitsbezogenen Reflexionsprozeß
  • Moderation zur Strukturierung von Arbeitsprozessen

Die Palette der Beratungsangebote des WAAGE-INSTITUTS richtet sich an Teams und Abteilungen in Organisationen oder Unternehmen, an Gruppen in konfliktträchtigem Umfeld sowie an Einzelpersonen in Führungspositionen.

Wir unterstützen Ihre Forschungsvorhaben durch wissenschaftliche Projektbegleitung und leisten fachliche Hilfe bei der Planung neuer Projekte und Entwicklung antragsfähiger Konzeptionen.

Nutzen Sie unsere langjährige Beratungskompetenz.

Das Institut

Das WAAGE-INSTITUT berät Teams und Führungskräfte, Firmen und Organisationen. Wir bieten Fortbildungen und Schulungen in Kommunikation und Konfliktmanagement, beispielsweise für:

– Führungskräfte
– Sozialarbeiter / Pädagogen
– Lehrkräfte
– Fachkräfte des Gesundheitswesens
– Stadt- und Umweltplaner
– Dienstleistungsunternehmer
– Rechtsanwälte
– Personal- und Betriebsräte

Wir moderieren Workshops und Veranstaltungen und begleiten Projektentwicklungsprozesse und Forschungsvorhaben.

Zu unseren Auftraggebern zählen z.B.:

  • Ministerium der Justiz, Niedersachsen
  • empirica, Struktur-und Stadtforschung GmbH, Bonn und Berlin
  • Senatsamt für Gleichstellung, Hamburg
  • Siemens AG, Braunschweig
  • BERIS consulting GmbH, Wolfsburg
  • Kanton Bern, Bewährungshilfe Schweiz
  • Neustart, Wien
  • Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover
  • Hypobank Hannover
  • Deutsche Bewährungshilfe, Köln
  • Stadtjugendamt Hannover
  • Volkshochschule Emden
  • verschiedene Präventionsräte und Stadtverwaltungen in Niedersachsen
  • Schulen verschiedener Schulformen
  • Stadt Stade, Kriminalpräventionsrat
  • Fortbildungszentrum des Annastifts Hannover
  • Volkshochschule Halle / Westfalen und Löhne
  • Stadt Hannover
  • Stadtverwaltung Stadthagen
  • APAV, associacao portuguesa de Apoio a Vitima, Portugal
  • European Forum for Restorative Justice
  • Council of Europe

Projekte

Das WAAGE-INSTITUT informiert Sie hier über verschiedene Projekte, Engagements und Veranstaltungen. Sie erhalten einen Eindruck von der Vielfalt der Arbeitsbereiche.

Portugal

Seit November 2007 bildet das Waage-Institut in Zusammenarbeit mit der Opferhilfe-Organisation APAV (Apoio à Vitima) und dem European Forum for Restorative Justice in Lissabon und Porto Mediatorinnen und Mediatoren aus.
Bislang gab es in Portugal keinen Täter-Opfer-Ausgleich. Eine Gesetzesänderung schuf im letzten Jahr die Grundlage und Voraussetzung für dessen Einführung.
Die Teilnehmer der insgesamt 180 Stunden umfassenden Schulung fungieren als Pioniere und sollen die praktische Umsetzung der Mediation in Strafverfahren modellhaft erproben. Zunächst wurden 50 Personen (Rechtsanwälte, Psychologen, Sozialarbeiter) trainiert. Bei Bedarf sollen 50 weitere folgen.
Die Ergebnisse des Projekts werden erforscht.
Für die Vermittlung rechtlicher und theoretischer Grundlagen wurden renommierte Ausbilder aus Portugal, Österreich und Belgien engagiert. Den Auftrag für die Bereiche Methoden, Erfahrungen und „Handwerkszeug“ sowie für das praktische Training der angehenden Mediatoren erhielt das Waage-Institut.

[Keine Beschreibung eingegeben]

 

Bürgerschaftliches Engagement und Mediation

Ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei dem Verein Waage Hannover e.V.:
Die Waage Hannover führt seit 17 Jahren im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hannover den Täter-Opfer-Ausgleich für erwachsene Straftäter und deren Opfer durch. Diese Form der Mediation ist ein Angebot der außergerichtlichen Einigung zwischen den an einer Straftat beteiligten Personen. Inzwischen sind zu den 4 hauptamtlichen Mitarbeitern 7 ehrenamtliche Mitarbeiter hinzu gekommen, die alle über eine umfangreiche Zusatzausbildung verfügen und basierend auf freiwilligem Engagement ein offenes, gemeinnütziges Mediationsangebot für Bürgerinnen und Bürger vorhalten. Das heißt, Konfliktbeteiligte können sich direkt an die Waage wenden mit der Bitte um eine Vermittlung, ohne dass eine Strafanzeige erstattet worden ist.
Nähere Informationen zu diesem Projekt erhalten Sie unter folgender Adresse: www.waage-hannover.de bzw. fordern Sie den Zwischenbericht direkt bei der Waage Hannover an.

Eine friedliche Schule ohne Gewalt: Das ist das erklärte Ziel von Schülern und Lehrern an der IGS Kronsberg sowie der Freiherr-vom-Stein-Realschule und der Hauptschule Kronsberg in Bemerode. (Fotos: Kühn) (Stadtteilbeilage der HAZ vom 03.02.2005)

Schüler schlichten Streit ohne Gewalt

Schlagen, treten, bedrohen und „abzocken“ – auf vielen Schulhöfen ist die tägliche Gewalt längst traurige Wirklichkeit. Viele Schüler und Lehrer der Hauptschule Kronsberg und der Freiherr – vom – Stein – Realschule im Schulzentrum Bemerode sowie der IGS Kronsberg wollen dies nicht länger hinnehmen: Sie haben sich als so genannte Streitschlichter und Konfliktlotsen ausbilden lassen, um der Gewalt mit neuen Mitteln entgegen zu treten. „Schlichten statt Richten“ heißt das Programm, das die drei Schulen nach der Gründung des Arbeitskreises Soziales Lernen erstmals zu einem gemeinsamen Projekt zusammengeführt hat. Nach den 22 Lehrern und drei Sozialarbeitern haben jetzt die 28 Schüler-Konfliktlotsen offiziell ihr Zertifikat erhalten. Die nächste Generation wird nicht lange auf sich warten lassen: Derzeit werden die ersten Grundschüler ausgebildet.

An der IGS mit ihren 400 Schülern haben sich insgesamt 17 Schüler – davon 10 Mädchen – als Streitschlichter ausbilden lassen. „Ich will meinen Mitschülern helfen, denn viele wollen nicht zum Lehrer gehen, um nicht als Petze zu gelten“, erklärt die 14-Jährige Sina Hermann ihr Engagement, Im Kreise von Mitschülern traue man sich dagegen mehr zu sagen. Michaela Lau will ebenfalls einfach zu einem guten Klima an der IGS beitragen: „Es gibt viel Gewalt, von denen die Lehrer nichts mitbekommen.“ Angst, selbst in einen Streit hineingezogen zu werden, hat die 14-jährige nicht: „Wir schlichten ja immer zu zweit.“

Auch SertacBilgi geht die Gewalt gegen den Strich. „Immer mehr kleinere Kinder schlagen sich ohne nachzudenken und wollen sich etwas beweisen“, hat der junge kurdischstämmige Hauptschüler festgestellt. Sertac ist einer von elf Konfliktlotsen – vier Mädchen und sieben Jungen -, die an der Hauptschule Kronsberg und in der Freiherr-vom-Stein-Realschule in Bemerode mit ihren insgesamt 525 Schülern „Dienst tun“. In jeder großen Pause stehen sie in einem eigenen Raum als Ansprechpartner zur Verfügung. Unterstützt werden sie von der schulinternen Sozialarbeiterin des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM), Sabine Simbeck, die auch Schüler ausgebildet hat. Sertac hat bereits einen weiteren Nutzen aus seiner halbjährigen Ausbildung gezogen: Privat habe er auch schon Freunden bei Streitigkeiten helfen können, sagt der 15-Jährige stolz.

Wichtig finden viele Schüler, dass die Hemmschwelle, jemanden um Hilfe zu bitten, bei dem neuen Projekt viel niedriger als bei anderen Angeboten sei. „Ein Schüler geht bei Stress eher zu anderen Schülern, denn wir reden die gleiche Sprache“, sagt die 14-jährige Hauptschülerin Patrizia Michaltschenko. „Die Lehrer rufen eher die Eltern an, aber wir sagen nichts“, fügt der ein Jahr ältere Alexis Kelsch aus der  Freiherr-vom –Stein-Realschule hinzu. Dass sich die Schüler jetzt untereinander und mit neuen Mitteln mit Problemen auseinandersetzen können, gefällt auch der IGS-Lehrerin Susanne Männecke, die sich vom Waage-Institut zur Streitschlichterin ausbilden ließ. „Hier helfen unparteiische Mitschüler, eine Lösung zu finden, und nicht Eltern oder Lehrer.“ Am Ende der Streitschlichtung soll ein „gerechter Frieden“ stehen – und der muss per Handschlag auch offiziell und sichtbar in Anwesenheit der Konfliktlotsen besiegelt werden (siehe Fotos oben).

Franziska Bernatzky aus der IGS schätzt auch noch einen anderen Aspekt an ihrem Job als Konfliktlotsin. „Die Ausbildung macht sich gut in Bewerbungsschreiben, und vielleicht kann man sie später auch im Beruf nutzen“, spekuliert die Zwölfjährige.

Falls Sie Fragen, Wünsche oder Anregungen haben, rufen Sie uns bitte an oder senden Sie uns eine Email.